Dienstag, April 18, 2006

Allah ist Hos'!

Von Claudio Casula

Das hat der Welt gerade noch gefehlt: die "Al-Quds-Jeans" ist da, das Beinkleid für den gläubigen Muslim — und gern wohl auch für den gemeinen Globalisierungsgegner und Islamversteher, der sich nur zu gern von seiner zionistisch-imperialistischen Levi's trennen würde. Ja, Designern gibts der Herr im Schlaf: Luca Conradi, Schöpfer der im norditalienischen Udine entwickelten Hose, hat extra auf weiten Schnitt geachtet, auf dass die Bequemlichkeit beim Niederknien gewährleistet sei, denn "normale Jeans können tatsächlich etwas steif zum Beten und Knien sein", wie Abdel Hamid Shaari, Präsident des Islamischen Kulturinstituts und Ex-Produktionsleiter für die italienischen Carrera-Jeans, meint.

Um die gegenwärtige Konjunktur der Farbe des Islams wissend, hat Conradi die Jeans sogar mit grünen Nähten versehen. So dürfte nicht mal die Hamas mit der Buxe Probleme haben, zumal sie in Pakistan von fleißigen Händen wahrhaft Gläubiger gefertigt wird. Und billig ist sie auch noch: Rund 25 Euro dürften sogar die arbeitslosen Randalierer in den Banlieus von Paris und die handytragenden Kids in Ramallah aufbringen. Und falls nicht: Irans Präsident Achmachmirdendschihad hat gerade 50 Millionen Dollar Hilfe für Hamastan angekündigt. Macht schon mal zwei Millionen Al-Quds-Jeans. Für die Palästinenser wahrscheinlich stonewashed.

Wer es nicht glaubt: www.alqudsjeans.com

Nach der Mekka-Cola nun also die Al-Quds-Jeans. Fehlt eigentlich nur noch das Medina-Fluchtauto – von führenden Propheten empfohlen.

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