Sonntag, Mai 21, 2006

Bekennen Sie Farbe!

Von Astuga für Philippika

Irans Präsident Achmadinedschad (engl. Ahmadinejad, islam. Achmachdendschihad), hat große Pläne!
Nach seiner Rede vor der UN, bei der er sich von einer Lichtaura umstrahlt wähnte, seiner handfesten Erwartung des Mahdi, und nach seinem Brief an Präsident Bush, der ihn scheinbar in eine Reihe mit Khomeini und dessen Brief an Gorbatschov stellen soll, möchte er die Politik des Iran noch in andere Traditionen einreihen, namentlich:
* 717 Kalif Omar ordnet an, dass Juden und Christen durch eindeutige Zeichen an der Kleidung von Muslimen unterscheidbar sein müssen.

* 807 Persiens Abbasiden Kalif Harun al-Raschid, ordnet an, dass Juden gelbe Gürtel und Christen blaue Gürtel zu tragen haben.

* 853 Kalif Al-Mutavallil in Persien erlässt ein Gelbes-Abzeichen-Edikt.

* 1005 Fatimiden Kalif Al-Hakim ordnet an, dass die Juden von Ägypten und Israel Glöckchen an ihrer Kleidung und ein Goldenes Kalb aus Holz um den Nacken tragen müssen. 1301 werden sie verpflichtet gelbe Turbane zu tragen.

* 1121 Ein Brief aus Baghdad beschreibt Erlässe die Kleidung von Juden betreffend: Zwei gelbe Zeichen, eines an der Kopfbedeckung eines um den Hals, Weiters muss jeder Jude ein Stück Blei um seinen Hals tragen auf dem das Wort "Dhimmi" steht. Weiters muss er einen breiten Gürtel tragen, Frauen müssen einen roten und einen schwarzen Schuh tragen und ein Glöckchen daran oder an der Kleidung befestigt.

* Die Nürnberger Gesetze, auch Nürnberger Rassengesetze, werden am 15. September 1935 vom Reichstag auf dem 7. Reichsparteitag der NSDAP („Reichsparteitag der Freiheit“) in Nürnberg einstimmig beschlossen. (Anm.: Wir kennen ja wohl die dunklen Kapitel unserer Geschichte, im Ggs zu anderen Herrschaften!)

* 2006 Der Majlis (das iranische Parlament) möchte einen Dresscode einführen, bzw einen "neuen" Dresscode, denn es soll der alte aus dem Jahr 1982, der vor allem Frauen einschneidend betrifft, gestärkt und um die religiösen Minoritäten erweitert werden, namentlich Juden, Christen, Zoroastrier.

Das neue Gesetz, bereits 2004 unter Khatami entworfen, wurde bisher wegen interner Blockaden im Majlis nicht umgesetzt, unter dem Druck von Khatamis Nachfolger Achmadinedschad scheint sich die Lage verändert zu haben.

Wenn Sie also den Iran demnächst besuchen sollten (geschäftlich oder als Tourist), denken sie dran, lange Hosen für die Männer und Kopftuch für die Frauen werden vielleicht nicht mehr reichen, ganz abgesehen von jenen Menschen die dieses Land noch Heimat nennen dürfen: Juden gelb - Christen rot - Zoroastrier blau

Noch dürfen sie und wir hoffen, ob der letzte unappetitliche Schritt doch nicht vollzogen wird, an den aufgelisteten Fakten und Gesetzen ändert sich allerdings nichts.

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