Freitag, August 18, 2006

Diskriminierung verhindert Integration!

So einfach ist das - ist es?

Bezug nehmend auf meinen Beitrag Westen, lockend süßes Gift und auf einen älteren Artikel von Sanjay Suri in Outlook India, vom 25.07.2005, erhellendes zur Bildungslage in der Community der sog. British Asians, ein Begriff den man traurigerweise zur Genüge von britischen Terrorverdächtigen her kennt.

"Sanjay Suri ist nicht überrascht, dass die Attentäter von London (Anm.: hier jene der U-Bahn Anschläge!) Pakistanis waren, und versucht den naiven Engländern die Augen zu öffnen über die immensen Unterschiede innerhalb der Gruppe der sogenannten "britischen Asiaten". "Hinter dieser schwammigen Bezeichnung verbergen sich Inder, Sri-Lanker und Bangladeschis die sehr unterschiedliche Lebenswelten bewohnen. Die pakistanische Welt gleicht dabei keiner anderen", meint Sanjay Suri. Vor allem seien die Pakistanis nicht mit den erfolgreichen Indern zu vergleichen. "Tests an den Schulen verorten regelmäßig die Pakistanis am unteren Ende der Skala - diametral entgegengesetzt zu den Indern. 'Im nationalen Durchschnitt erreichen 50 Prozent der Schüler die besten fünf Noten in GCSE-Examen', so Professor Muhammed Anwar vom Centre of Research in Ethnic Relations der Warwick University. ''Bei den Pakistanis und Bangladeschis schaffen das nur 30 Prozent, während Inder und Chinesen weit über dem landesweiten Schnitt liegen.'"

Wer nun möchte kann heraus lesen, dass eben Muslime - als "Minorität innerhalb einer Minorität" - gezielt benachteiligt werden, sei es vorsätzlich oder unbewusst.
Möglich wäre allerdings auch, dass eine postulierte Diskriminierung eben nicht alles erklärt und die innere Einstellung wie Offenheit gegenüber anderen und die Lernkultur auch eine Rolle spielen.
Der Blick auf Indien und China einerseits wie der auf die muslimische Welt andererseits legt nahe, dass letzteres zutreffen dürfte.

Auch lesenswert: Multiculturalism And Its Discontents