Mittwoch, August 09, 2006

Jostein Gaarder gibt den Gagasemiten!

Jostein Gaarder, seines Zeichens norwegischer Schriftsteller und Philosoph (Freund der Weisheit!), ist böse mit Israel.
In einem antisemi ... pardon, kritischen Essay greift er die Parolen von Irans Ahmadinejad auf und spricht Israel ("dem Volk mit den lustigen Steintafeln", O-Ton Gaarder) das Existenzrecht ab: Herr Gaarder in den Nachrichten

Um dem Ganzen noch Nachdruck zu verleihen (oder war es Größenwahn?) bringt er seine Thesen auch gleich im Plural der 1. Person unters Volk - merke, ein Jostein Gaarder spricht nicht nur für sich, er hat Gewichtiges mitzuteilen: "... dass Israel mit seiner skrupellosen Kriegskunst und seinen widerwärtigen Waffen die eigene Legitimität massakriert hat. Die Umwelt solle besonnen und barmherzig reagieren, wenn nun die gesamte israelische Nation aus eigener Schuld zu Fall kommt und Teile der Bevölkerung aus von ihr besetzten Gebieten in eine neuerliche Diaspora flüchten müssen ... "

Herr Gaarder, ich wage die Vermutung, wenn einmal Israelis vor den zärtlichen Waffen des Iran und der Liebenswürdigkeit fanatischer Islamisten in eine erneute Diaspora gezwungen werden, so werden sie sich hüten gerade Ihre Barmherzigkeit und Besonnenheit in Anspruch zu nehmen.

Gaarder weiter: "Über 2000 Jahre haben wir die Lektionen des Humanismus gepaukt. Aber Israel hört nicht darauf."

Was daran liegen mag, dass Israel nur wenig Wert darauf legt im Sinne des 2000jährigen Humanismus erneut gekreuzigt zu werden um das Seelenheil des Herrn Gaarder und anderer um Israel besorgter Europäer ins Lot zu bringen.
Ich denke die Juden haben ihren Teil an Blut- und Menschenopfern gehabt - genug für alle Zeiten.

In- und ausländische Kritik an seiner Person kann Herr Gaarder wiederum nichts abgewinnen: "Sobald man den Staat Israel angreift, bekommt man den Vorwurf des Antisemitismus hinterhergeworfen."

Tja, dass muss dann wohl an den 2000 Jahren Humanismus liegen, andererseits kann man kaum einen Blumentopf als Antwort auf dumpfe und pseudogescheite Selbstgefälligkeit erwarten.
Herr Gaarder, sehen Sie sich an wer Ihnen applaudiert, und sollte es Ihnen tatsächlich zusagen, dann suhlen Sie sich darin!
Wie auch immer, Herr Gaarder hat es mittlerweile vorgezogen sich aus der Debatte zurückzunehmen, die, so O-Ton, "Jetzt ohne ihn stattfinden muss", ganz betroffener Biedermann der er ist.
Wer dennoch die bescheidene Webseite (sein persönliches Gaarder-Wiki) des Herrn Gaarder aufsuchen möchte um ihm seine Meinung zu geigen, kann dies hier tun:
Nachricht an Jostein Gaarder

Zwar steckt er mittlerweile seinen Kopf in den Sand, und Forum wie E-Mail seiner Webseite sind nicht mehr erreichbar, aber diese Diskussionsseite ist offen (Dank der zuverlässigen Wikisoftware).
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