Donnerstag, August 24, 2006

Und die Familie weiß von nichts...

Er hat sich gestellt. Der zweite Wannabee-Attentäter ist jetzt in der Hand der libanesischen Behörden. Er wird im Spezialgefängnis des Innenministeriums für Terrorverdächtige verhört. Ich will jetzt nicht darüber spekulieren, ob Human Rights Watch diesen Komplex jemals von innen gesehen hat, und ob es legitim wäre es mit Guantanamo und Abu Ghraib in einem Atemzug zu nennen. Ich glaube, ich will es auch nicht wissen.

In diesem Beitrag geht es auch um etwas anderes: Um die übriggebliebenen. Die lieben Eltern, Onkels, Tanten und Cousins, die ihn alle als einen lieben, folgsamen Jungen beschreiben, der nie irgendwas mit Politik und Islamisten zu tun gehabt hätte.

Aus dem doch was hätte werden können, wo man ihm doch ein Studium in Deutschland ermöglicht hätte. Es könne sich nur um einen schrecklichen Irrtum handeln.

Ach, haben wir das nicht alles schon gehört? Vom Vater Muhammad Attas zum Beispiel, der erst meint, sein Sohn habe am 12.9. noch gelebt, dann wirft er dem CIA vor ihn als Täter missbraucht und ferngelenkt ins WTC gesteuert zu haben, um schließlich dann doch stolz auf ihn zu sein, dass er es den Amis gezeigt hat?

Was sollen wir also von Familie H. halten? Vielleicht lassen wir einfach die Vornamen auf uns wirken: Khaled, so etwas wie Kämpfer, heißt der Cousin, den sie im ZDF als ersten interviewten. Shahid, Märtyrer, so wie ich die Selbstmordattentäter nennen, heißt der Vater. Und Jihad nennt er seinen Sohn. Der Märtyrer zeugt den Heiligen Krieg. Manchmal kann die Wahrheit so einfach sein...

Heidelbaer

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