Dienstag, September 26, 2006

Eia popeia in der Oper

Die Mozart-Oper Idomeneo handelt vom kretischen König Idomeneo, der nach seiner Heimkehr vom trojanischen Krieg gezwungen ist, seinen eigenen Sohn zu opfern.
Der Versuch einer Inszenierung des Idomeneo an der Deutschen Oper Berlin handelt hingegen von einer sogenannten Kulturnation die ihre Werte opfert.

Wohin sind sie alle verschwunden die Maulhelden der Kunst?
Muss schon die CSU (!) Schützenhilfe leisten, wenn u.a. Jesus(!), Muhammed und Buddha in einer - wie auch immer gelungenen - Inszenierung kritisch am Theater thematisiert werden, weil die Kulturelite es vorzieht in vorauseilendem Gehorsa... pardon, aus Sensibilität zu schweigen - die ersten Imame äußern bereits ihre Zufriedenheit.

Ganz im Ernst, ich habe mich im Verlauf dieses Jahres (das in Österreich als Mozartjahr begangen wird) ab und an gefragt, wann erstmals Protest wegen der Darstellung von Muslimen in der "Entführung aus dem Serail" geäußert werden wird.
Naja, fast aber nicht ganz!

Duldung und Demütigung, taz-Artikel aus dem Jahre 2002

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