Donnerstag, September 07, 2006

Fremde Stimmen - Europas neue Dissidenten!

Europa ist die Heimat einer neuen Klasse von Dissidenten. In der jetzigen Ära heißt der Unterdrücker nicht länger Sowjetunion, sondern radikaler Islam.

Nehmen Sie etwa Seyran Ates, Am Samstag schloss die bekannte deutsche Rechtsanwältin türkischer Abstammung auf Grund von Morddrohungen ihre Anwaltspraxis in Berlin.
Frau Ates kämpfte gegen Zwangsehen, so genannte Ehrenmorde wie gegen familiäre Gewalt denen muslimische Frauen und Mädchen zum Opfer fallen.

Auch die wahren Ursachen des Terrors betreffend nahm sie sich kein Blatt vor den Mund. Nach den Bombenattentaten in London letztes Jahr sprach Frau Ates etwa davon, dass kommende Terroristen aus der dritten und vierten Generation muslimischer Migranten stammen werden, die "Unter den Augen wohlmeinender Politiker von Anbeginn an zum Hass auf die westliche Gesellschaft erzogen wurden."
In der Erklärung auf ihrer Webseite, in der sie ihre Entscheidung die Praxis zu schließen erläutert schreibt sie: "Aufgrund der Bedrohung durch die Verfahrensgegner meiner Mandantschaft und vor allem aufgrund einer akuten Bedrohungssituation ist mir wieder mal allzu deutlich vor Augen geführt worden, wie gefährlich die Arbeit als Rechtsanwältin war und wie wenig ich als Einzelperson geschützt war und bin."

Sich gegen den Islam auszusprechen kann zum tödlichen Risiko werden, wie auch der grausige Mord an Theo van Gogh im Jahr 2004, in den Straßen von Amsterdam aufzeigte.
Van Gogh hatte zusammen mit der niederländischen Politikerin Ayaan Hirsi Ali einen Film über die Misshandlung von Frauen gedreht.
Im Mai verließ die aus Somalia stammende Hiris Ali die Niederlande Richtung USA wegen Sicherheitsbedenken.

Außerhalb der Niederlande weniger bekannt ist die Notlage eines anderen Mitglieds des niederländischen Parlaments, Geert Wilders.
Wie Ali so musste auch Wilders in Armee-Baracken und Gefängnissen Zuflucht nehmen, bevor die Regierung ein sog. Safe-House in Folge der Mordrohungen zur Verfügung stellte.
In einem gestrigen Gespräch mit uns zeigte er sich verwundert darüber, dass er jetzt unter solchen Umständen leben müsse, "Wo er doch gegen kein Gesetz verstoßen habe."
Sein "Verbrechen" bestand darin den radikalen Islam zu kritisieren und ein 5jähriges Einwanderungsmoratorium für Migranten aus nichtwestlichen Ländern gefordert zu haben.

Redefreiheit kann in Europa nicht mehr länger als selbstverständlich genommen werden.
Nehmen Sie beispielsweise Necla Kelek, eine weitere prominente türkischstämmige Frau aus Deutschland die Zwangsehen und Ehrenmorde thematisiert - sie spricht nur mehr unter Polizeischutz in der Öffentlichkeit.
Vergangenen Mai entging Roger Klöppel, damals Redakteur der deutschen "Die Welt", wohl nur knapp einem Mordanschlag durch einen pakistanischen Studenten, bewaffnet mit einem Messer versuchte dieser in das Bürogebäude der Zeitung einzudringen.
Klöppel`s Verbrechen bestand darin die dänischen Mohammed-Karikaturen nachgedruckt zu haben, die im gesamten Mittleren Osten zu Protesten und zu Morddrohungen gegen Zeitungsherausgebern in ganz Europa geführt hatten.

Die Karikaturisten welche ursprünglich die Mohammed-Karikaturen für die dänische Zeitung Jyllands-Posten gezeichnet haben wagen noch immer nicht in der Öffentlichkeit aufzutreten. Flemming Rose, der Kulturredakteur der Zeitung sagte uns, dass er für gewöhnlich bei öffentlichen Auftritten unter Polizeischutz steht. Er hält den Mangel an Solidarität mit den Opfern des radikalen Islams für "ziemlich beängstigend", es gäbe, "Zuwenig Aufbegehren in dieser Sache."

Die neuen Dissidenten sind eine Begleiterscheinung des Aufstiegs des politischen - und radikalen - Islams in Europa.
Doch beängstigender für sie, und für alle Bürger freier Gesellschaften, ist die scheinbare öffentliche Indifferenz gegenüber ihrer Misere.
Wenn derartiges dieser Tage als "normal" durchgeht, dann wird die stückweise Erosion von Europas demokratischer Struktur nicht zu stoppen sein.

Aus dem Wall Street Journal, Sept 6, 2oo6, gefunden bei der Achse des Guten und von mir ins Deutsche übertragen.

Hier noch die Webseite von Frau Seyran Ates: http://www.seyranates.de
Der gegenüber ich meine Hochachtung und meinen Respekt zum Ausdruck bringen möchte.

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