Montag, September 04, 2006

How the peace was lost once more

Oder: Aufbauhilfe für den Arsch.

Fuad Siniora, seines Zeichens Ministerpräsident des Libanon, führt einmal mehr vor weshalb im Nahen Osten Frieden schaffen so schwer ist und weshalb der Libanon wohl auch in Zukunft keine nachhaltig positive Entwicklung nehmen wird.
Nicht genug, dass er sich völlig deplatziert bei der kürzlich in Schweden abgehaltenen internationalen Geberkonferenz für den Libanon in einer langatmigen, wie die Zuhörerschaft klar erkennbar langweilenden, Suada gegen Israel erging - auf die zur Schande der westlichen Geberländer und des Gastgebers keine passende Distanzierung oder Klarstellung erfolgte.
Nein, nicht genug des Mangels an Selbstkritik (welch ein Unterschied zu Israel) wie politscher Kompetenz, er setzt in Folge noch einen drauf und erklärt, dass der Libanon das letzte arabische Land sein werde das mit Israel Frieden schließen wird.
Noch einiges weitere hat er in dem Zusammenhang von sich gegeben auf das ich jetzt nicht im Detail eingehen möchte und das jeder selbst nachlesen kann, etwa die Weigerung zu einem hochrangig besetzten Treffen mit Israels Ehud Olmert sei noch erwähnt.

Jetzt sollten sich die Geberländer aber schleunigst die Frage stellen, ob wir solchen Leuten - bei allem Mitgefühl für die libanesische Zivilbevölkerung - tatsächlich unsere Hilfsgelder ohne Vorbedingung in den Rachen werfen sollen oder ob dieses Land, bei der bereits erkennbaren Entwicklung, auch nur einen einzigen Tropfen Blutes eines UN-Soldaten wert ist.
Denn eines ist diese libanesische Führung selbst abseits der Hisbollah offenbar nicht: lernfähig.