Dienstag, Oktober 17, 2006

Der Apokalypso auf Österreichisch!

Als Replik auf einen Gastbeitrag von Wolf Lotter in der Achse des Guten: Die Apokalypse auf Österreichisch

Ja, in Österreich ist die Grüne Gentechnik "verboten" (zumindest so weit das mit den EU-Normen vereinbar ist), darüber besteht ein breiter Konsens zwischen Bevölkerung, Politik und Landwirtschaft - oder muss man mit aller Gewalt müssen, wenn man nicht will?
Österreich besitzt mittlerweile weltweit den höchsten Anteil biologischer Landwirtschaft pro Kopf - und das ist gut so, warum sollten wir uns das kaputt machen lassen?
Es gibt viele gute Gründe die gegen Grüne Gentechnik sprechen, und nur sehr wenige dafür (im wesentlichen nur die Virusresistenz von Obstbäumen): etwa dass konventioneller wie auch biologischer Anbau durch die natürliche Austragung von Pollen gentechnisch modifizierter Pflanzen verunmöglicht wird.
Ein gewichtiger Grund sollte aber auch dem schärfsten Gentech-Befürworter einleuchten: ein ökonomischer, neben dem heimischen Markt bietet sich für Österreichs relativ kleine Landwirtschaft ein profitabler Nischenmarkt innerhalb des landwirtschaftlichen Einheitsbreies, nämlich Produkte die mittlerweile europaweit gut am Markt zu positionieren sind.
Wir können global nur mit Qualität mithalten - nicht mit Masse!
Und dies trifft nicht nur auf Österreich zu sondern auf weite Teile der europäischen Landwirtschaft.

Sicher ist nicht jedes öffentliche Statement und Schlagwort zum Thema intelligent oder wissenschaftlich korrekt, muss auch nicht, allemal erträglicher als die Goldener Reis-Täuschungsmanöver der Genlobby (schon mal daran gedacht den Anbau von karotinhaltigen Gemüsesorten zu fördern?).

Parlamentsdebatte in Österreich über Grüne Gentechnik

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