Samstag, März 03, 2007

Unter den Schirm mit Israel!

Um bewaffnete Konflikte zu vermeiden gibt es zwei wesentliche Strategien: einerseits Deeskalation und andererseits Eskalation.

Im Zusammenhang mit dem Atomprogramm und der aggressiven Außenpolitik des Iran wird hingegen oft gewichtig eine Politik von Zuckerbrot und Peitsche heraufbeschworen.
Letztlich sind das aber nur Worthülsen jener die auch mal irgendwas sagen möchten, das sich bedeutsamer anhört als es tatsächlich ist.
Denn die iranische Politkaste mag verblendet sein, dumm ist sie nicht.
Das Feld der Möglichkeiten auf dem Handlungen gesetzt werden können ist eigentlich relativ klar umrissen, und ebenso klar müssen auch die politischen Botschaften und Aktivitäten jener ausfallen die das iranische Regime in die Schranken weisen wollen ohne die Bevölkerung in ihre Arme zu treiben - und last but not least Israels Sicherheit zu gewährleisten.

Was also ist möglich?
Eine großangelegte Militäroperation scheint zur Zeit aus vielerlei Gründen nicht realistisch oder opportun, eine begrenzte Aktion würde das Atomprogramm wohl zurückwerfen aber nicht endgültig aufhalten und innerhalb des Iran zu einer Solidarisierung mit dem Regime führen.
Weitreichende internationale Sanktionen wären eine Möglichkeit, scheiterten aber bisher an Russland und China, dennoch sollte man sie im Auge behalten.
Denn weitere Sanktionen müssen nicht zwingend über den Umweg des Sicherheitsrates in Kraft gesetzt werden: 1. Jede Form von Sanktionen verschreckt Investoren - das ist bereits jetzt im Iran der Fall 2. Alleinige Sanktionen von westlicher Seite aber ergänzt durch den Zusatz keine Geschäfte mit russischen und chinesischen Firmen die als Sanktionsbrecher tätig sind mehr zuzulassen wären effektiv.

Wichtiger wäre aber ein Schritt Richtung Eskalation - ja Sie lesen richtig!
Betrachten wir das im Entstehen befindliche Drohszenario des Irans genauer, dann bietet sich imho folgendes Bild:
Der Iran unantastbar aufgrund seiner atomaren Bewaffnung (während China und Russland die am Boden liegende Ölindustrie wieder in Schwung bringen: der Iran importiert Erdölraffinate wie Benzin und Diesel und ist abhängig vom Ausland).
Auf der anderen Seite stärkt er Hisbollah, Hamas und Syrien (der nächste Atomkandidat nach dem Iran?) die an seiner statt bewaffnete Auseinandersetzungen mit Israel ausfechten sollen - wir konnten die Umsetzung dieser Strategie bereits im Libanon verfolgen.

Die Eskalation, gleich ob der Iran Atomwaffen bestitzen sollte oder nicht, kann folglich nur darin bestehen, dass die Nato, oder einzelne dazu befähigte Natostaaten,
Israel hochoffiziell unter ihr atomares Schild nehmen - ich würde sogar meinen, ein generelles Verteidigungsbündis wäre angebracht, etwa zur Rückenstärkung gegen Hisbollah und Syrien, letzteres rüstet gerade wieder am Golan auf.
Iranische Politbonzen wie Rafsandschani mögen dann tausendmal davon schwadronieren, dass der Iran Israel atomar auslöschen könne weil es so klein ist, der Iran aber als großes Land trotz Gegenschlag überleben würde.
Ja, man sollte sogar einen Schritt weiter gehen, wäre Israel einem Angriff mit Massenvernichtungswaffen ausgesetzt, könnten auch Ziele außerhalb des Iran anvisiert werden (etwas das zumindest Israel in Erwägung ziehen sollte).
Wenn der Iran (oder wer immer) - ganz abgesehen vom dann angerichteten Blutbad unter Juden und Palästinensern - weder die Stätten der jüdischen Kultur noch Orte wie den muslimischen Felsendom schont, besteht auch kein Grund heilige Stätten des Islam anderswo zu schonen - eine Aufgabe die im übrigen auch mit konventionellen Waffen zu erledigen wäre.

So mögen jene "die den Tod mehr lieben als das Leben" wenigstens ausreichend Angst um ihre Steine haben um sich unüberlegte Handlungen zweimal zu überlegen.


Hier ein Fundstück nicht ohne gewisse Ironie:
Verteidigungsabkommen Russland Israel
Wie das wohl dem Chef der Hamas gefällt, der sich in Russland immer wie unter Freunden fühlt?

Keine Kommentare: