Freitag, Juni 08, 2007

Leseempfehlung: 1967, von Tom Segev

Der historische Rahmen der Ereignisse vom Juni 1967 ist weitgehend bekannt: Israel wird von einer Reihe von Anschlägen der aus Syrien eingesickerten Fatah getroffen - Nasser lässt in den entmilitarisieren Sinai Truppen einmarschieren - die UNO zieht sich von der ägyptisch-israelischen Grenze zurück - das ägyptische Radio verkündet in hebräisch die baldige Vernichtung Israels - Israel zerstört die Luftwaffe seiner Kontrahenten ...

Was so begann wird von Tom Segev anhand von neu freigegebenem Archivmaterial, von Briefen, Tagebüchern und Interviews einer kritischen Rückschau unterzogen. 1967 - Israels zweite Geburt, bei Siedler erschienen.


Nasser, backed by Arab states throws Israel into the sea, pre-1967 war cartoon al-Farida newspaper Lebanon

Interessant ist auch diese Passage, welche ich in einer Rezension der Zeit fand und die aus dem Buch stammen dürfte:
Bei einem Geheimtreffen mit dem Chef des israelischen Ministerpräsidentenbüros, Jáakov Herzog, behauptete König Hussein wenige Monate später, Israel hätte Nassers Erklärungen nicht ernst nehmen sollen: "Bei den Arabern haben Worte nicht das gleiche Gewicht wie bei anderen Leuten. Drohungen haben nichts zu bedeuten."

Anm.: Das war dann wohl der selbe Hussein von Jordanien der wenig später für den "Schwarzen September" verantwortlich zeichnete. Ob er dabei wohl auch an seine Einschätzung von damals gedacht hat?

Kommentare:

Astuga hat gesagt…

Als Nachtrag:
Tom Segev befindet sich auf Vortragsreise in Deutschland, Österreich und in der Schweiz:

11. Juni 2007: Jüdisches Museum Berlin
12. Juni 2007: Jüdisches Museum München
13. Juni 2007: Kaufleuten Zürich
14. Juni 2007: Jüdisches Museum Wien

Claudio Casula hat gesagt…

Mal wieder typisch, dass das Buch eines israelischen Autors bei "Siedler" erscheint… ;o)

Astuga hat gesagt…

Ich wollte ja nix sagen ...