Samstag, Juli 07, 2007

Tony Blairs Attacke gegen 'absurde' britische Muslime

Aus dem Guardian von Nicholas Watt, political editor
Sunday July 1, 2007


Tony Blair startete eine kräftige Attacke gegen 'absurde' britische Muslime, welche einen falschen Sinn für Missstände genährt hätten, etwa dass sie von Großbritannien und den Vereinigten Staaten unterdrückt würden.

In seiner freimütigsten Aussage über die Islamisten warnt der ehemalige britische Premier-Minister, vor der Gefahr den Kampf gegen den Terrorismus zu verlieren.
Es sei denn, die Gesellschaft stelle sich der Gefahr.

Blairs Anmerkungen, in welchen er auch die Attacken einiger Bürgerrechts-Aktivisten als durchgeknallt bezeichnete, wurden im Rahmen einer Channel 4 Dokumentation vergangenen Donnerstag aufgenommen - kurz vor seinem Auszug aus Downing Street.

"Die Idee, dass man als Muslim in diesem Land nicht die Möglichkeit hätte, seine Religion frei zu leben oder seiner Meinung Ausdruck zu verleihen. Ich meine, man hat hier mehr Freiheiten als in den meisten muslimischen Ländern", so Blair zum Observer-Kolumnisten Will Hutton, der die Dokumentation präsentiert.

"Der Grund weshalb wir es so schwer finden, diesen Kampf zu gewinnen ist, dass wir eigentlich nicht wirklich dafür kämpfen. Wir stellen uns diesen Leuten nicht entschieden genug entgegen und sagen, 'Es sind nicht bloß eure Methoden die falsch sind, eure Ideen sind absurd. Niemand unterdrückt euch, euer Empfinden es gäbe einen Missstand ist nicht gerechtfertigt.'"

Blair nannte als Beispiel den Sturz der Taliban in Afghanistan - kritisiert von Islamisten als einen Fall von gewaltsamer, imperialer Unterdrückung von Muslimen durch den Westen - um zu beleuchten, wie ungerechtfertigt derartige Behauptungen seien. Er fragte, wie es möglich sein kann, dass Afghanistans Muslime Opfer von westlicher Unterdrückung wären, wenn die Taliban Lehrer wegen des Schulunterrichts von Mädchen ermorden.

Blair weiter: "Wie können wir sie unterdrücken? Man unterdrückt sie, wenn man diese Leute unterstützt, die versuchen sich mit ihnen in die Luft zu sprengen."

Blair, der normalerweise seine Worte mit Bedacht wählt, wenn er über Islamisten spricht, greift auch jene Kritiker an die ihm eine Aushöhlung der Bürgerrechte vorwarfen: "Wenn ich versuche das Gesetz so zu ändern, dass es einfacher ist, Personen auszuweisen die in Terrorakte verwickelt sind - die Vorstellung, dass dies ein Angriff auf hunderte Jahre britischer Bürgerrechte wäre ist absolut absurd.
Einiges von dem was darüber geschrieben wurde ist Verrücktheit in ihrer extremsten Form."

Hier nachzulesen!

Anm.: So manche derart klare Aussage (und einige Fehlentscheidungen weniger) hätte man sich schon zu seinen Amtszeiten gewünscht.
Und sein Nachfolger Gordon Brown, fängt auch nicht wirklich besser an. So hat er seinem Kabinett im Zusammenhang mit den Terroranschlägen Wörter wie "War on Terror", "Muslim" und "Islam" als politisch-korrekt verboten.
Siehe auch Blogger Kewil zum Thema!

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