Montag, September 03, 2007

Zentrifugalkräfte


Während die IAEA, unter ihrem Generaldirektor Mouhmad el-Baradei, in ihrem letzten Bericht zum Schluss kommt, "dass der Iran lediglich über 2000 Gaszentrifugen verfüge, und damit folglich Uran lediglich in kleinen Mengen und auf niedriger Stufe angereichert werden könne", verkündet der Unterhändler des Iran bei den Verhandlungen im sog. Atomstreit, "dass nach der erfolgreichen Inbetriebnahme von 3000 Zentrifugen in Natans, insgesamt 50 000 geplant seien".
Weiters drohte er mit einer härteren Gangart Teherans, für den Fall, dass die vor zwei Wochen verabschiedeten Sanktionen des UN-Sicherheitsrats in Kraft treten sollten, In diesem Zusammenhang schloss er eine Aufkündigung des Atomwaffensperrvertrags nicht aus.

Unterdessen ruft Russland den Iran zur Vernunft auf und el-Baradei meint, dass dies die letzte Chance des Irans sei.

Ob er damit die letze Chance, die allerletzte oder die wirklich allerallerletzte gemeint hat, wird auch bis auf weiteres nicht befriedigend zu klären sein.
Auch wie es kommt, dass die IAEO besser über das iranische Atomprogramm Bescheid weiß, als der Iran selbst, da es doch im sog. Atomstreit auch um ausreichenden Zutritt zu den Anlagen geht, werden wir wohl nicht ausreichend in Erfahrung bringen.

Denn natürlich weiß der Iran, dass die USA weiß, dass die IAEO weiß, dass der Iran weiß ...