Montag, Januar 07, 2008

Von Äpfeln und Matschbirnen

Was ist so schlimm an Scientology?
Diese Frage stellte Beda M. Stadler in einem Artikel der Schweizer Weltwoche.

Denn: Wer Scientology verbieten will, muss auch die klassischen Kirchen und sämtliche Sekten abstrafen. Sie alle verfechten merkwürdige Dogmen, nehmen ihre Mitglieder aus, betreiben allerlei Hokuspokus und sind wissenschaftsfeindlich.
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Darauf kann man eigentlich nur erwidern, dass dieser Einwand eine gewisse Berechtigung hat.
Denn gemessen an heutigen Gesetzen und dem Verständnis von Staat, Religion und Gesellschaft würden nur die wenigsten religiösen Gruppen einen Status als offiziell anerkannte Religionsgemeinschaft bekommen - auch nicht die Katholiken oder Protestanten.
Dass allerdings diese Unterscheiung heutzutage überhaupt getroffen wird verdankt sich eben auch den negativen historischen Erfahrungen mit Religion in Europa.

Wobei man betonen muss, dass es bei dieser Debatte ja nicht um ein Verbot von Scientology oder wem/ was auch immer geht, sondern eben um all jene Rechte die die Gesellschaft auschließlich den von ihr offiziell anerkannten religiösen Gemeinschaften bietet - sozusagen ein Gütesiegel.

Was ist also so schlimm daran, Scientology dies nicht zu ermöglich - auch angesichts ihres Sündenregisters?
Ein öffentliches Interesse besteht nicht und ein Rechtsanspruch ebensowenig.
Übrigens verlangen die Anhänger des fliegenden Spaghettimonsters oder der Kult der Jedi-Ritter auch keine steuerliche Vorzugsbehandlung oder das Recht öffentliche Schulen zu betreiben.

Auf die Frage was nun an Scientology so schlimm ist, bietet Herr Beat leider keine Antwort, wichtig scheint ihm nur, dass sie das vermeintliche Recht haben Unfug steuerlich bevorzugt anzustellen.
Doch dem Manne kann geholfen werden: Kreuzzug Europa

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