Samstag, Februar 09, 2008

Sharia oder nicht Sharia, das ist keine Frage!

Was ist der Unterschied zwischen den religiösen zivilrechtlichen Schlichtungstellen für Juden und solchen für die muslimische Sharia?

Auf das Bild und die islamische Realität bezogen: Es ist die Reife eines praktizierten Rechtssystems im Ganzen.
Oder auf die jüdische Realität bezogen: können Sie sich noch an die letzte jüdische Steinigung erinnern?

Aber auch wenn derartige westliche Sharia-Gerichte sich ausschließlich mit zivilrechtlichen Fragen befassen würden, so entspricht doch der gesamte Rechtskanon keinerlei Standards die bei uns erwünscht oder garantiert sind - auch nicht im Zivilrecht.
Denn vor allem die heikle Frage, ob ein Muslim, wichtiger noch: eine Muslima, bedrängt wurden sich zwischen staatlichem Recht oder Sharia zu entscheiden darf erst gar nicht auftauchen!

Niemand kann verhindern, wenn Bürger "Schlichtungsstellen" oder "Mediatoren" aufsuchen, mitunter ist das sogar erwünscht, aber durch welches Rechtsgut Menschen in ihren Belangen geschützt werden, diese Frage darf sich für uns nicht stellen!
Selbst wenn man dabei in Betracht zieht, dass Ehrenmorde nichts mit dem Islam zu tun haben.
Aber wie schon zuvor, bei einer vergleichbaren Diskussion in Kanada, wird die jetzige Causa eventuell dazu führen, dass die jüdischen Beth Din ihre auch staatlich anerkannte Position verlieren - denn gut gemeint im Einzelfall ist nicht immer gut getan für alle.

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